Wird ein Terrassendach angeschafft, spielen viele Faktoren bei der Entscheidung eine Rolle. Wo wird es angebracht? Welches Material ist am schönsten, welches am praktischsten? Welche Vorteile bringt mir die Überdachung und wie viel Arbeit steckt in der Instandhaltung? Ein Faktor wird jedoch häufig vergessen: die Belastbarkeit. Doch gerade hier sollten Sie sich gut informieren und beraten lassen, um böse Überraschungen zu vermeiden. 

Die Schneemasse wird häufig unterschätzt. Die zarten, weißen Flocken, die vom Himmel fallen und die Welt in eine glitzernde Winteridylle verwandelt, sind schließlich leicht und segeln wie Federn vom Himmel. Doch Sie dürfen nicht vergessen, dass unter der Last des Schnees nicht selten Strommasten einknicken, Bäume umfallen und Hallendächer einstürzen. 

Frischer, trockener Schnee wiegt etwa 30 bis 50 Kilogramm pro Kubikmeter. Aber bei Temperaturen um die 0 °C wird der Schnee schnell schwerer, da sich Wasser in den Zwischenräumen der Schneekristalle sammelt und gefriert. Je nach Außentemperatur kann der Schnee bald schon bis zu 500 Kilogramm pro Kubikmeter wiegen. Bei einer Terrassendachfläche von 12 Quadratmetern entspricht das einer Gesamtlast von 6 Tonnen. Das ist mehr, als das Gewicht von 3 Kleinwagen. 

Die 5 Schneelastzonen (SLZ) in Deutschland

Verständlich also, dass nicht jede Konstruktion diesem enormen Gewicht standhält. Bei dem Kauf einer Terrassenüberdachung sollten Sie diesen Faktor keinesfalls außer Acht lassen. Deutschland ist in fünf Schneelastzonen (SLZ) aufgeteilt. Zone 1 bezeichnet die Orte, an denen die durchschnittliche Schneelast im Jahr am geringsten ist, Stufe 3 (die in Deutschland höchste Stufe) hingegen die Orte, in denen die Schneelast größer ist. 

Auf der Website des Deutschen Instituts für Baurecht (DIBt) finden Sie eine Auflistung der Schneelastzonen aller Orte in Deutschland. 

Wie viele Schneelastzonen gibt es in Deutschland? Was muss man diesbezüglich beim Kauf einer Terrassenüberdachung beachten?
Die Bundesrepublik Deutschland wird unterteilt in fünf Schneelastzonen. Grafik: Wikimedia Commons

 

Beachten Sie diese Abschätzungen des DIBt bei der Wahl einer Terrassenüberdachung. Unter „Technische Daten“ finden Sie die Belastbarkeit aller Überdachungen von aylux, sodass Sie Ihre Terrassenüberdachung auf die Gegebenheiten Ihres Heimatorts abstimmen können. Entspricht die Schneelast-Grenze ihrer Wunschüberdachung nicht den Richtlinien, lassen Sie sich gerne persönlich von uns beraten. 

Orientierungswerte für Schneelastzonen

Um eine grobe Einschätzung im Voraus zu ermöglichen, orientieren Sie sich an folgenden Werten: 

In der SLZ 1 sollte ein Terrassendach mindestens 66 kg Schnee pro Quadratmeter aushalten. In der SLZ 2 sollte ein Wert von 85 kg nicht überschritten werden. Mindestens 110 kg sollten die Terrassendächer in der SLZ 3 aushalten können, doch gerade hier empfiehlt sich, so robust wie möglich zu bauen und sich ausgiebig über die Schneelast in der jeweiligen Ortschaft zu informieren.

 

 

 

 

Schnee schnell entfernen

Grundsätzlich gilt, dass Schnee auf einem Terrassendach so bald wie möglich entfernt werden sollte. Frischer Schnee ist leichter, also lässt er sich auch noch einfacher herunterschippen. Ist der Schnee erst einmal festgefroren, ist es schwieriger, ihn zu entfernen und die Masse pro Quadratmeter nimmt zu. Eine frühzeitige Entfernung erspart Ihnen also Kraft und ist außerdem sicherer.