Viele Häuser haben heutzutage eine Terrasse. Andere erweitern diesen Bereich auch mit einer Überdachung oder einer Markise, sodass Sie sich auch bei Regen oder starken Sonnenschein im Freien aufhalten können. Doch woher kommt eigentlich der Begriff „Terrasse“ und welche Geschichte hat sie? Unser Blogger-Team hat recherchiert.

Das Wort Terrasse ist auf den lateinischen Begriff „terra“ zurückzuführen. Das Bedeutet so viel wie „Erde“. Der Wortbedeutung nach ist eine Terrasse also ebenerdig und dient meistens als gepflasterter Übergang zwischen einem Gebäude und dem damit verbundenen Außenbereich. Es gibt auch stufenförmige Terrassen, die hauptsächlich als Vorbau von Schlössern und anderen großen Bauwerken zu finden sind. 

Terrassen fungieren in ihrer Hauptfunktion als Bindeglied zwischen dem Innen- und Außenbereich von Gebäuden. Die zur Terrasse zeigenden Fenster und Türen sind also meist groß und ermöglichen eine großzügige Aussicht auf den Garten. Zur Beschattung werden Markisen oder Pergolen eingesetzt. Eine durch einen festen Anbau überdachte Terrasse wird auch als Veranda bezeichnet. 

Terrasse besonders in der Gastronomie beliebt

Der gepflasterte Außenbereich stellt oft einen beliebten Nutz- und Entspannungsraum dar. Hier kann gespielt, gewerkelt und gearbeitet werden, ohne dass der unebene Grund des Gartens stört. Die Terrasse bietet einen Aussichtspunkt auf den Garten und eine nahe beim Haus gelegene Verbindung zur Natur. Darüber hinaus bietet sich der Platz hervorragend für gastronomische Zwecke an. Denn auf einer Terrasse speist es sich in den Sommermonaten am schönsten und der Außenbereich lockt viele hungrige und durstige Passanten. 

Die durch einen Unterbau unterstützen Terrassen dienen auch als Grundstruktur für Häuser. In dieser Funktion kommen sie vor allem dann zum Einsatz, wenn der Unterboden sehr uneben oder abfallend ist. Schon im alten Ägypten wurden ganze Paläste auf Terrassen gebaut, da sie die architektonischen Meisterwerke vor dem Einsturz bewahrten. In der römischen Antike wurden Terrassen dann auch als Unterbau für Privathäuser angelegt. Der Bautrend entfernte sich zwar zwischenzeitlich von der Methode, aber heute werden wieder einige Häuser mit einem Terrassenfundament gebaut. Gerade bei Bauten mit Hanglage bieten sich Terrassenhäuser an.

Die Idee einer Terrasse ist ziemlich alt 

Die Idee eine Terrasse ist also schon ziemlich alt. Auch der Gedanke, diesen Außenbereich gegen die Witterung zu schützen ist nicht neu. Mit der Terrasse kam auch die Terrassenüberdachung zum Tragen, allerdings bestand diese in ihren Anfängen aus großen Tüchern, die die Fläche überspannten. Bald darauf folgten die ersten fest installierten Überdachungen aus Holz, die aus der Terrasse eine Veranda machten und auch bei schlechterem Wetter ein angenehmes Zusammensitzen gestatteten. Diese Grundgedanken wurden im Laufe der Zeit immer weiter durchdacht und mit den neusten technischen Errungenschaften ausgestattet. So wurde aus Holz Metall und Sicherheitsglas, aus Leinentüchern wurden elektrisch ein- und ausfahrbare Markisen aus Acryl und Polyester.

In den 1970er Jahren lebte das Verlangen nach einem überdachten Außenbereich wieder stärker auf. Viele setzten auf Markisen und Plexiglas-Pergolen, um warme Tage im Freien zu genießen. Allerdings entflammte die Nachfrage nach Terrassenüberdachungssystemen erst in den 2000er Jahren so richtig. Seitdem ist sie auch nicht mehr abgeflacht und der Trend zu einer ganzjährig nutzbaren Terrasse ist massentauglich geworden. Markisen sind vor allem bei gemieteten Unterkünften beliebt, da sie recht einfach zu installieren und schnell wieder abzunehmen sind. Eigenheimbesitzer greifen mittlerweile häufiger zu Wintergärten und fest installierten Überdachungen. Diese sind leichter zu beheizen und ermöglichen so auch im tiefsten Winter einen Aufenthalt auf der Terrasse.